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Projekt „Großleinwand“ mit David Roth

Posted @ 07.07.2017 11:44 By Mischa G. Hendel

Veröffentlicht in [Kulturwerkstatt], [Rezensionen], [spacelab_gestaltung], [Veranstaltungen], [Vermischtes] | 0 Kommentare

Stille Post als Malmethode bei spacelab_gestaltung

Am 6. Juli 2017 war der Künstler David Roth zu Besuch, um das Projekt „Großleinwand“ mit den jugendlichen Teilnehmer_innen von spacelab zu reflektieren. Dieses Malprojekt wurde von Jänner bis März 2017 bei spacelab_gestaltung umgesetzt.

Ein Rückblick: Die Kulturwerkstatt startete im Jänner, gemeinsam mit dem Künstler David Roth, dieses Kunstprojekt. Dabei wurde auf eine große Leinwand (5 x 3 m) gezeichnet, gemalt, geklebt, sogar mit einem Rollsessel wurde gezeichnet. Auch Teilnehmer_innen aus den anderen Werkstätten des Standorts (Tagestraining, Experimentierwerkstatt) waren eingeladen mitzuwirken, insgesamt über 15 Jugendliche aus allen 3 Werkstätten. An jedem Workshop-Tag gab David Roth zu Beginn theoretischen Input und stellte verschiedene Künstler_innen und deren Arbeitsmethoden vor. Unter diesen Methoden waren zum Beispiel Stille Post, Skizzieren, Monochrome, Phantombildmalen, Porträtzeichnen, Nassmalen, Collagen, etc. Auf diese Weise wurden verschiedene Kunstwerke im Groß- und Kleinformat kreiert.
Vom Tagestraining und von der Kulturwerkstatt wurde David Roth zum Abschied eine Tasche als Geschenk überreicht, wo ein Teil der Leinwand (als Collage) aufgenäht wurde.

In weiterer Folge zu lesen: ein Bericht über das Projekt „Großleinwand“ von Hakan, Teilnehmer der Kulturwerkstatt:

David Roth habe ich nicht gekannt, ich wusste nicht was er genau macht. Am 18. Jänner und am 8. Februar 2017 ist er zu unserem Standort gekommen, um ein Projekt auf einer großen Leinwand zu präsentieren. Dadurch habe ich die Chance gehabt ihn kennen zu lernen.

Wer ist David Roth? David Roth ist ein österreichischer Künstler, der 1985 in Wien geboren wurde. Er hat die Kunstakademie zwischen 2005 und 2011 besucht. Am ersten Projekttag haben wir gegenseitig unsere Gesichter auf die Leinwand abgezeichnet. Danach haben wir die Zeichnungen wegradiert.  Warum wieder wegradiert? David Roth wollte uns damit zeigen, was die Kunst kann: auch durch Wegradieren, Löschen, Reduzieren oder „Zerstören“ Spuren hinterlassen. Danach haben wir mehrere Flächen mit Tixo abgeklebt und die Flächen bemalt. Wir sollten nur eine Farbe benutzen. Warum? Diese Malmethode nennt sich „Monochrome“, hinter jeder Farbe steht eine Geschichte bzw. Bedeutung. Ich habe die Farbe Rot ausgesucht, weil sie mir gefällt. Der erste Workshop-Tag hat mir echt Spaß gemacht, und habe mich auf den nächsten Termin schon gefreut.

Der nächste Workshop-Tag war der 15.Februar. Wir haben wieder mit Tixo kleine Flächen, diesmal Quadrate, abgeklebt. Wir sollten mit Wasserfarben etwas in das Quadrat malen. Ich habe die Farben Lila, Orange und Rot genommen. Ich habe vorwiegend mit Lila das Quadrat gemalt, und Orange und Rot mit dem Pinsel darauf gespritzt. Ich habe noch ein zweites Quadrat ausgemalt, und beide meiner Werke haben mir sehr gut gefallen. Unter anderem deshalb, weil ich malen durfte was ich wollte. Daher habe ich mich sehr frei gefühlt, man kann nichts Falsches machen bei dieser Art des freien Malens.

Am selben Tag haben wir auch noch Phantombilder beschrieben. Was ist die Idee dahinter? Jemand beschreibt eine Person bzw. das Aussehen einer Person, wie bei einem polizeilichen Phantombild. Die anderen haben das beschriebene „Phantom“ auf die Leinwand gemalt bzw. die Personenbeschreibung aufgeschrieben. Mein Beitrag zur Beschreibung war „rechte Schulter höher“. Auch dieser Tag war sehr schön und cool.

Meine letzte Teilnahme am Projekt war an dem Tag, an dem wir die Leinwand nass gemalt haben. Was bedeutet nass? Die Aufgabe war, die Farben (Acryl) mit Wasser gut mischen und die Leinwand abzuspritzen. Die Farbe sollte nicht zu fest sein, also mehr Wasser als Farbe, damit sie nicht schnell trocknet und wir die Farben auf die Leinwand schütten, spritzen und verteilen konnten. Eine sehr nasse Angelegenheit, und am Anfang war die Leinwand sehr bunt und hell, später wurde sie dunkler. Die Leinwand bzw. die Farben erhielten dann eine Woche Zeit zu trocknen, dabei wurden Gegenstände aufgelegt, die Vertiefungen oder Druckspuren auf der Leinwand hinterlassen sollten. Das war für mich bis jetzt der coolste Tag mit David Roth. Ungefähr haben wir uns damit 2 Stunden beschäftigt, es war ein schöner Moment für mich.

Was nehme ich persönlich mit aus dem Projekt mit David Roth? Kunst kennt keine Fehler und Grenzen. Wir sollen alle nicht so viel nachdenken, sondern einfach tun. Mehr Mut zeigen, keine Angst vor dem Scheitern haben. Ich denke, das gilt nicht nur in der Kunst, sondern betrifft alle Bereiche des Lebens.

Galerie

01_David Roth_Projekstart (1)
01_David Roth_Projekstrt (2)
01_David Roth_02_David Roth_Ideen sammeln (1)(2)
02_David Roth_Ideen sammeln (2)
02_David Roth_Ideen sammeln (3)
03_David Roth_Stille Post (1)
03_David Roth_Stille Post (2)
03_David Roth_Stille Post (3)
03_David Roth_Stille Post (4)
03_David Roth_Stille Post (5)
04_David Roth_Rollsessel (1)
04_David Roth_Rollsessel (2)
04_David Roth_Rollsessel (3)
05_David Roth_Monochrome (1)
05_David Roth_Monochrome (2)
05_David Roth_Monochrome (3)
05_David Roth_Monochrome (4)
05_David Roth_Monochrome (5)
05_David Roth_Monochrome (6)
06_David Roth_Nassmalen (1)
06_David Roth_Nassalen (2)
06_David Roth_Nassalen (3)
06_David Roth_Nassalen (4)
06_David Roth_Nassalen (5)
06_David Roth_Nassale (7)
06_David Roth_Nassale (6)
07_David Roth_Collagen (1)
07_David Roth_Collagen (2)
07_David Roth_Collagen (3)
07_David Roth_Collagen (5)
08_David Roth_Projektabschluss (1)
08_David Roth_Projektabschluss (3)
09_David Roth_Ergebnisse
09_David Roth_Ergebnisse
09_David Roth_Ergebnisse

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