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Ein Ausflugstag der Kulturwerkstatt: Stadion und Floridsdorf

Posted @ 04.07.2018 07:49 By Susanne Senekowitsch

Veröffentlicht in [Exkursion], [Kulturwerkstatt], [spacelab_gestaltung], [Vermischtes] | 0 Kommentare

Schild der Lernkurve Stadion

Ein Bericht von Tamerlan, spacelab-Kulturwerkstatt

Am Vormittag des 21. Juni 2018 haben wir uns bei der U-Bahnstation „Stadion“ getroffen. Von dort gingen wir alle zusammen zum Happel-Stadion, wo wir auf das Tagestraining warteten. Nachdem wir uns versammelt haben, wurden wir ins Stadion gelassen. Dort waren wir ganz alleine, was eine interessante, aber auch komische Atmosphäre war. Dann wurden wir zu unseren Plätzen geführt, wo Christian Doneis, ein Polizist, auf uns gewartet hat. Herr Doneis war nicht in seiner Uniform, was mich gewundert hat. Jeder von uns hat sich einen Sitzplatz gesucht, und dann durften wir dem Polizisten Fragen zum Thema „Gewalt“ stellen. Der Workshop ist vom ÖFB (Österreichischer Fußballbund) und heißt „Lernkurve Stadion“.

Christian Doneis versuchte, alle Fragen so gut es geht zu beantworten. Ich habe leider viele Fragen nicht gehört, weil die meisten Teilnehmer_innen zu leise gesprochen haben. Aber ich habe alle Antworten verstanden und viel Neues gelernt. Es wurde z.B. gefragt, was man machen kann, wenn die Polizei ohne Grund Gewalt anwendet. Der Polizist sagte, dass man dann eine Beschwerde bei der Polizei machen kann. Es wurde auch erklärt, dass man als Österreicher keinen Ausweis dabei haben muss, aber als Ausländer immer. Nachdem wir fertig waren, gingen wir vor das Stadion, wo wir eine Stunde Pause bekommen haben und uns einen neuen Treffpunkt ausmachten.

Am Nachmittag haben wir uns dann in Floridsdorf getroffen, von wo wir zu der „Heldinnenzentrale“ gegangen sind. Dort trafen wir die Theater- und Filmemacherin Tina Leisch und einen Schauspieler – den „Patrioten“ (dessen Name ich leider nicht mehr weiß). Wir haben zum Aufwärmen ein paar Spiele mit den beiden gespielt, wie zb. „Freeze“. Dabei spielten wir zu zweit eine Szene, bis jemand das Wort „Freeze“ sagt. Sobald es gesagt wurde, mussten wir still stehen bleiben, und zwei andere Personen mussten genau da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Nach dem Aufwärmen haben wir das geprobt, was wir dann draußen vor den Menschen spielen wollten.
Seyed hat sich freiwillig gemeldet, den „Roten“ zu spielen, und Caro die „Supermüslima“. Ich fand das sehr mutig, weil es mir unangenehm wäre, vor so vielen Menschen zu spielen. Nachdem wir zweimal drinnen geprobt hatten, gingen wir nach draußen zur Straßenbahnhaltestelle in Floridsdorf, wo das ganze dreimal gespielt wurde. Bei der Performance ging es darum, dass der „Patriot“ von „Dr. Kapitalo“ besessen war. Er beschimpfte die Menschen bei der Haltestelle, bis der „Rote und die „Supermuslima“ ihn wieder befreiten.  Die anderen Teilnehmer_innen der Kulturwerkstatt verteilten sich zwischen den Menschen und wurden vom „Patrioten“ beleidigt, aber auch fremde Menschen. Den meisten war es egal, und sie haben nicht darauf reagiert. Aber es gab auch welche, die zurück beleidigt haben und manche haben gelacht. Einen Mann hat es so sehr Interessiert, dass er danach mit zurück zur „Held_innenzentrale“ mitgegangen ist.

Der Tag war am Vormittag Interessant und ich konnte viel mitnehmen und lernen. Der Nachmittag war dafür sehr lustig und was Neues für mich. Ich habe Dinge ausprobiert, die ich noch nie gemacht habe. Ich hoffe, dass wir sowas öfter machen: den ganzen Tag was draußen machen und nicht nur in der Werkstatt sein.
 

Galerie

Zwei Jugendliche mit Christian Doneis im Stadion
Das Stadion
Das Stadion

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