Gestaltung, Kreativ, Umwelt, Girls*

Die neuen labs von spacelab

Bei vielen Menschen beginnt ein neues Jahr fast unvermeidlich mit lobenswerten Vorsätzen, wie das eigene Leben in Zukunft besser gestaltet werden könnte. Auch bei spacelab läuft das nicht viel anders.
Tisch mit Textilien und einem Stoff mit social.art_lab-Aufdruck
"tech_l_lab" Schriftzug aus Werkzeugen und Schrauben gebastelt
Schild mit dem Text "Social * Art * Lab is for sure no ponyhome

Die heutige Produktionsschule, die 2005 als ein innovatives und niederschwelliges EU-Projekt für arbeitsmarktferne Jugendliche ins Leben gerufen wurde, hat sich durch die stetige Anpassung an neue Bedürfnisse und Voraussetzungen stark verändert. Ein erfolgreiches Projekt ist nun einmal auf die Bereitschaft angewiesen, sich im Zuge eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ständig neu zu überdenken. So ist es nicht verwunderlich, dass spacelab auch dieses Jahr wieder von einer strukturellen Erneuerung geprägt wird.

Jugendliche und junge Erwachsene werden bei spacelab am Übergang zwischen Schule und Beruf auf verschiedenen Ebenen unterstützt. Durch die Mitarbeit an einzelnen Tagen wird den Jugendlichen im Tagestraining ein niederschwelliger und unverbindlicher Einstieg ins Projekt ermöglicht. Erst wenn die Teilnehmer_innen bereit sind, regelmäßige und verbindliche Strukturen wahrzunehmen, steigen sie in die klassische Produktionsschule ein und arbeiten täglich von Montag bis Freitag in einer Werkstätte mit.

Das „Strebersdorfer Modell“

Bisher fand das Tagestraining bei spacelab an drei Standorten getrennt in einer eigenen Gruppe statt. Oftmals bereitete der Übergang vom Tagestraining in die Trainingsgruppen jedoch Schwierigkeiten, da er für die Jugendlichen durch einen Gruppenwechsel und damit auch „Beziehungsabbruch“ zu den bisherigen Trainer_innen gekennzeichnet war. Das erschwerte den Übertritt ins Training und führte immer wieder zu Abbrüchen. Lediglich der Standort spacelab_umwelt ist seit Anfang an durch eine andere Struktur gekennzeichnet: In Strebersdorf arbeiten die Teilnehmer_innen des Tagestrainings an einzelnen Tagen in den Trainings-Gruppen mit. Wenn die Jugendlichen vom Tagestraining ins Training wechseln, können sie somit in der gleichen Gruppe bleiben.

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem „Strebersdorfer Modell“ wurden mit Beginn des Jahres alle Standorte darauf umgestellt. Das heißt, die Jugendlichen entscheiden sich bereits beim Einstieg ins Tagestraining in welcher Werkstätte sie mitarbeiten möchten und arbeiten dort zuerst an einzelnen Tagen und später im Training täglich mit.

Durch die Umstellung gibt es nicht nur mehr Plätze im Training, sondern es wurde auch an Flexibilität gewonnen. Wenn in einer Werkstatt die Trainingsplätze nicht ausgelastet sind, dann können in dieser Gruppe mehr Jugendliche am Tagestraining teilnehmen.

Von Werkstätten zu labs

Durch den Wegfall der eigenen Tagestrainings-Gruppen gibt es nun drei neue Werkstätten mit neuen Schwerpunkten, für die letztes Jahr eifrig nach Namen gesucht wurde. Die unter Partizipation der Jugendlichen umgesetzte Namensgebung endete schließlich etwas überraschend darin, dass alle Werkstätten neue Namen bekamen: Aus der Kulturwerkstatt wurde das culture_lab, die Experimentierwerkstatt wurde zum tech_lab, die Ökowerkstatt zum nature_lab, die Grünraumgruppe zum garden_lab, die Kreativwerkstatt zum design_lab, die Medienwerkstatt zum media_lab  und die Trainings-Werkstatt von spacelab_girls zum power_lab. Aus den ehemaligen Tagestrainings-Werkstätten wurde das future_lab (spacelab_girls), das social.art_lab (spacelab_gestaltung) und das craft_lab (spacelab_kreativ).

Nach dem für März 2019 innerhalb des 10. Bezirks geplanten Umzug von spacelab_kreativ  in die  Eva-Zilcher-Gasse 2 im Sonnwendviertel wird im September mit dem smart_lab auch noch vierte Werkstatt hinzukommen.

Das neue Jahr kann beginnen.

Artikel teilen:
Gefördert von:

Gefördert von: Sozialministeriumservice und Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff),
ein Projekt der Wiener Ausbildungsgarantie

In Kooperation mit: